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Der Bundesrat hat am 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Erwerbsersatz aufgrund des Coronavirus auszuweiten auf:

  • Selbständigerwerbende, die indirekt von behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben (z. B. Taxifahrer, Hoteliers, Physiotherapeuten etc.). Voraussetzung ist, dass das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen höher als CHF 10'000 ist, aber CHF 90'000 nicht übersteigt.
  • Eltern, welche Kinder bis 20 Jahre mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen betreuen. Anspruchsberechtigt sind Eltern von Jugendlichen, die in eine Sonderschule gehen oder einen Intensivpflegezuschlag der IV erhalten. Voraussetzung ist, dass die schulischen Institutionen (Sonderschule, Schule, Eingliederungsstätte etc.) wegen der Coronapandemie geschlossen worden ist. Bei Eltern von Jugendlichen, die in einer Regelschule integrativ geschult werden und keinen Intensivpflegezuschlag erhalten, endet der Anspruch auf die Entschädigung nach wie vor mit dem 12. Altersjahr des Kindes.

Bei Selbständigerwerbenden ist die Erwerbsausfallentschädigung auf CHF 196 pro Tag bzw. CHF 5'880 pro Monat begrenzt und kann rückwirkend frühestens ab dem 17. März 2020 beantragt werden. Die Entschädigung endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie.

Bei Eltern kann der Anspruch frühestens ab dem 19. März 2020 geltend gemacht werden und endet mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Bei selbständigerwerbenden Eltern ist der Anspruch auf 30 Taggelder beschränkt.